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07.08.2017 Sächsische Zeitung
 

Stadtbibliothek hilft beim Sprachenlernen

Görlitz. Die Görlitzer Stadtbibliothek hilft ihren Nutzern beim Lernen
von Fremdsprachen. Dafür startet sie am kommenden Freitag eine
neue "App", also ein Programm das auf dem Smartphone, auf dem Tablet,
aber auch auf einem normalen Computer benutzt werden kann, teilte die
Einrichtung mit. Insgesamt 13 Fremdsprachen werden mit dieser
interaktiven App vermittelt. " Sprachkenntnisse sind der Schlüssel
für Weltoffenheit, berufliches Fortkommen und Integration", heißt es
in einer Ankündigung der Stadtbibliothek. Die neue App soll für jeden
einfach zu nutzen sein. Spielerische Übungsformen sollen helfen,
alte Sprachkenntnisse aufzufrischen und ganz neue Sprachen zu lernen.
Dabei können die Nutzer jederzeit überprüfen, wieviel sie gelernt haben. (SZ)
web www.stadtbibliothek.goerlitz.de

 
















Gedanken und Erfahrungen zur uTalk App von Gerald Schleiwies,
dem Leiter der Stadtbibliothek Salzgitter, 06.04.2017


Über Eurotalk zur uTalk App

Die neuen Medien der 80er und 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts befinden sich im Ablösungprozess. Im Bereich der Lern- CD-Roms zeigen sich die Auflösungserscheinungen insbesondere durch mangelnde Neuauflagen im Bereich der Kinder und im Bereich Sprache.

 

Das Lernen von Sprachen verlagert sich zudem mehr ins Internet und dort auf das Gerät, das mehr und eher genutzt wird, als der heimische PC – das Smartphone.

 

Es wurde also Zeit in diesem Bereich eine entsprechende Lösung für die Bibliothek zu integrieren. Eurotalk war auf den ersten Blick diese Lösung. Die Integration in den Bibliotheksbetrieb nicht zu schwer. Online lernen über den heimischen PC – was will man mehr.

 

In Salzgitter wäre hier eher die Frage „Was hat man?“ – denn die Flüchtlingsströme brachten Menschen. Mit wenig Gepäck. An Technik ist zumeist nur ein Smartphone dabei.

 

Die Deutschlernkurse sind, wie überall in der Republik, stark beansprucht – Lehrkräfte sind knapp. Die Bibliothek will helfen. Mit einem Deutschkurs dort, wo es die Flüchtlinge nutzen können. Auf dem Smartphone. Einfach und visuell.

 

Wir brauchen einen Sprachkurs als App! Das war die knappe Ansage auf dem Bibliothekskongress in Leipzig 2016 zwischen der Stadtbibliothek und dem Bibliotheksservice Muschiol.

 

Von der bisher von unseren Nutzern nur wenig beachteten PC-Version wurde in intensiver Zusammenarbeit mit dem Bibliotheksservice von Herrn Muschiol und der Firma Eurotalk intensiv daran gearbeitet, dass diese App auch für Bibliotheken zugänglich wird. So wie es unsere Nutzer von anderen digitalen Angeboten gewohnt sind. Mit Login, Ausweisnummer und Passwort sollen reichen.

 

Zu den 3.000 Flüchtlingen in Salzgitter sind zwischenzeitlich 2.000 weitere hinzugezogen – eine syrische Hochburg mitten in Niedersachsen.
Die Herausforderungen an die Stadt sind groß. Die Stadtbibliothek leistet ihren Beitrag. Für die VHS wurde ein Raum für Sprachkurse frei gemacht. Eine Landesbeamtin bezog ebenfalls hier ein Büroraum – ihr Schwerpunkt ist DaZ. Deutsch für Ausländer in Schulen. Und es gibt nun die App zum Deutschlernen.

 

Doch auch die übrigen Bibliotheksnutzer gebrauchen Smartphones und wollen Sprachen lernen. Die Beschaffung des Gesamtpaketes war da die logische Schlußfolgerung.  Die Bibliothek ist die Institution zum Selber Lernen. Was früher auf Schallplatte und Kassette erfolgte, wurde von der CD-Rom abgelöst. Und heute ist es die App. Eine natürliche Evolution.

 

Der Anbietermarkt für in Bibliotheken verwendbare Online Sprachkurse in Deutschland ist sehr überschaubar. Umso erfreuter bin ich daher, das durch die gute und enge Zusammenarbeit aller Beteiligter eine sehr gute und individuelle Lösung erarbeitet werden konnte um das sehr gute Angebot zu nutzen. Die Seite Netzsieger sieht das Angebot von Eurotalk unter den Top 3 der Sprachangebote (https://www.netzsieger.de/p/eurotalk) und die Stadtbibliothek Salzgitter damit eine Bestätigung, das sich der lange Prozess gelohnt hat. Sprachsoftware ist eine der ersten Lernbereiche, die das Smartphone erobert hat. Und die Stadtbibliothek geht diesen Schritt mit.

 

Offizieller Start am 1.3.2017

 

Nach einem Monat sind die Erfahrungen noch jung, die Evaluierungsphase erst am Anfang. So sind es die kleinen Dinge. Jeder, der sich etwas aus dem Bereich Sprache und Reisen ausleiht, bekommt den Flyer mit, der erklärt, wie man das Angebot nutzen kann. Die ersten Reaktionen sind ausschließlich positiv. Und überraschend! Da wirbt man während eines Lichtbildvortrages über Thailand zu Beginn mit der Sprach-App („Lernen Sie für das nächste Mal doch etwas Thailändisch“) und der Vortragende wird danach zum Bibliotheksnutzer.

 

Lokale Politiker rufen an und fragen nach, wenn es ein technisches Problem gibt. Und selbst die kleine Pressemitteilung führte dazu, dass die Pressesprecherin der Stadt das gleich mal ausprobiert hat.
Das wäre mit einer PC Software sicher nicht passiert.

 

Die breite Streuung im Bereich Soziales der Stadtverwaltung hat begonnen.
Eine Schulung im Mitarbeiterkreis hat zur entsprechenden Sensibilisierung geführt. Und zum internen Test!
Denn ob Griechisch, Rumänisch oder Italienisch; die Stadtbibliothek ist genauso multikulturell wie die Stadt für die sie Dienstleistungen erbringt.

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